Update-Info

07.01.2015: Ich wünsche allen ein (verspätetes) frohes neues Jahr! :)

Bei uns hat das Jahr leider mit einer Krebsdiagnose begonnen. Nicht meine, aber dennoch werden die Kapitel in absehbarer Zeit nur sehr unregelmäßig erscheinen.

Mittwoch, 6. November 2013

Von Edelsteinen und Papierengländern 02:


Die nächsten Tage passte ich auf, ob er sich irgendwie anders verhielt, oder ob er Anstalten machte, etwas zu sagen, aber er tat nichts.
Natürlich tat er nichts. Was wollte, was konnte er schon tun? Allen sagen, dass ich nicht so war, wie ich mich gab?
Ah, große Überraschung! Wer war das schon.
Sogar wenn er ihnen sagen würde, dass ich ihnen nur vorspielte, sie zu mögen: Wer würde ihm glauben? Einem Außenseiter wie ihm? Beweise hatte er schließlich keine.
Und irgendwie konnte ich ihn mir nicht als Petze vorstellen – Petzen waren entweder feiger oder temperamentvoller und vor allem ambitionierter, denn irgendetwas wollten sie schließlich mit dem Petzen erreichen. Ehrgeiz aber war etwas, das man bei Rubin nie sah. Der Unterricht schien ihn nicht zu interessieren, die Mitschüler sowieso nicht, er war zwar Schulratspräsident, aber in keiner AG und er gehörte auch nicht zu den Leuten, die ein Buch oder Musik mitbrachten, um sich nicht mit den anderen unterhalten zu müssen; er tat es einfach so nicht.
Also begann ich mich zu entspannen und nach einer Woche war ich wieder in meinem üblichen Trott, Rubin hin oder her. Auch dass er neben mir saß veränderte nichts. Das Spiel war immer dasselbe: Ich fuhr morgens mit dem Rad zur Schule, unterhielt mich mit Theo und den anderen bis der Lehrer kam, Rubin setzte sich beim zweiten Läuten ohne ein Wort neben mich, in den kurzen Pausen unterhielt ich mich mit Theo & Co. und in der Mittagspause ging ich – ganz der Gentlemen – zu Fee, um mit ihr und ihren Freundinnen zu essen, da wir sonst so gar keine Zeit miteinander verbringen würden – das hätte mir nicht viel ausgemacht, aber ihr wisst ja, wie Mädchen sind. Und weil ich es auch wusste und jede Mittagspause wieder miterleben durfte, war ich froh, dass meine Freunde bald auch mitkamen, da ich und Fee ja sowieso nicht alleine waren. Danach war wieder Schule und wenn die überstanden war, ging ich mit Fee zum Fahrradständer, holte mein Rad, begleitete sie noch zur Bushaltestelle und war dann endlich erlöst.
Fee war, wenn ich das überhaupt erwähnen muss, natürlich meine Freundin – ansonsten hätte ich nicht so viel Zeit mit ihr verschwendet.
Mit Rubin sprach ich nur das Nötigste und das hieß im Klartext: Nur das, was während irgendwelchen Gruppenaufgaben im Unterricht unumgänglich war – zu meinem Glück aber bevorzugte er es auch, den Zusatz Arbeitet in Zweiergruppen mit eurem Nachbarn zu ignorieren und möglichst viel alleine zu lösen. Ein Hoch auf seine Asozialität!

Freitag, 1. November 2013

Von Edelsteinen und Papierengländern 01:


Blaue Augen, lange Wimpern, verschwitzte Locken. Sonnengeküsste Haut und kräftige Hände, die auf meinem Hintern lagen, über mein Kreuz fuhren, hoch zu den Schultern, und sich dann schließlich in meinen Haaren verkrallten. Mich hinunter zogen, zu ihm. Als sich unsere Lippen berührten, explodierte etwas in meinem Kopf …

Ich ließ mich neben Lukas fallen, keuchend, befriedigt, ausgelaugt.
„Wow. Das war … wow!“ Er drehte sich zu mir und grinste schelmisch. “Ich kann nicht glauben, dass es jedes Mal noch besser wird! Wie machst du das?”
„Es braucht zwei dazu, vergiss das nicht“, antwortete ich ohne das zufriedene Grinsen zu verstecken. Dass er Recht hatte und dass er seinen Teil dazu beitrug bedeutete nicht, dass mir sein Lob nicht gefiel. Oder unsere Treffen.
“Wir müssen damit aufhören”, sagte ich dennoch klar und deutlich und mit nicht wenig Bedauern in meiner Stimme. 
Lukas sah mich nur fragend an.
“Ich habe an jemand anderen gedacht, eben.”
“An wen?”
“Meinen verdammten Mitschüler.”

*********

Ich kann ihn nicht ausstehen.
Das, liebe Damen und Herren, war mein erster Gedanke als ich ihn traf, an meinem ersten Schultag: Ich kann ihn nicht ausstehen. Ich kam gerade vom Sekretariat, wo mir eine Zicke von Sekretärin mit zu viel Lippenstift und Männerparfüm einen Zettel in die Hand gedrückt und mich mit den Worten “Der Klassenlehrer ist heute krank, frag den, wenn irgendwas ist” weggescheucht hatte. Auf dem Zettel standen drei hingekritzelte Dinge:
  2OG
  N213
  Rubin Alexander
Etwas verloren hatte ich vor der verschlossenen Tür gestanden und auf das Papier gestarrt, bevor ich die Schultern gezuckt, mein bestes Lächeln aufgesetzt und ein Mädchen, das gerade den Flur hinunterlief, gefragt hatte, wo sich das Zimmer N213 befand. Natürlich hatte sie mir gerne Auskunft gegeben und mich sogar hingebracht; etwas anderes hatte ich gar nicht erwartet, denn wer würde mir schon nicht gerne Auskunft geben? Ich war nun mal ein sympathischer Junge – zumindest machte ich den Eindruck, was ich zu einem nicht unwesentlichen Anteil meinem Lächeln zuschrieb – zusammen mit der Tatsache, dass ich gelernt hatte, mich so zu verhalten, dass die anderen dachten, ich würde sie mögen, und das war ein wesentlicher Faktor dafür, dass sie mich mochten. Ganz nach dem Motto:
Es ist einfacher zu lieben, wenn man weiß, dass man zurückgeliebt wird.
Und wenn wir ehrlich sind, dann wissen wir alle, dass das Leben um vieles einfacher ist, wenn man, wenn schon nicht geliebt, dann mindestens gemocht wird. Ich war noch nie jemand, der sich die Dinge unnötig kompliziert macht. 
Nun stand ich also erneut vor einer Tür, diesmal einer offenen, und überlegte gerade, welcher Teil von Rubin Alexander der Vorname war – ich hoffte für den Kerl auf Alexander, aber da kein Komma dazwischenstand zweifelte ich daran – als ein Junge in mein Blickfeld trat.
„Hi“, sagte er ganz originell und musterte mich kurz, „suchst du wen?“
Ich nickte, warf noch einen Blick auf den Zettel und antwortete mit einem schiefen Grinsen: „Ja, ich suche einen … Rubin? Ich bin neu hier und die Sekretärin hat mir gesagt, ich soll mich an ihn halten.“
„Edelsteine wirst du hier keine finden.“
Junge Nummer eins und ich drehten uns um und ich sah mich einem weiteren Jungen gegenüber, dessen desinteressierter Ausdruck und die angehobene Augenbraue die Arroganz der Stimme perfekt widerspiegelten.
„Falls du nach mir suchst, dann lerne erst einmal, meinen Namen richtig auszusprechen. Die Betonung liegt auf der ersten Silbe. Rubin, nicht Rubihn.
Und als wären die Worte alleine nicht genug, sprach er seinen Namen in wundervoll grässlichem Amerikanisch aus – zumindest war ich mir fast sicher, dass es Amerikanisch gewesen war. Es musste Amerikanisch sein, denn es war die einzige Sprache, die ich so wenig leiden konnte, wie mir sein erster Eindruck sympathisch war. Und nein, Amerikanisch war für mich kein Englisch. Engländer sprachen Englisch, Iren und Schotten mitunter auch, wenn auch mit Akzent, und von mir aus auch Australier – verdammt, sogar Inder sprachen Englisch, aber das, was Amis von sich gaben, hatte kein Recht, sich Englisch zu schimpfen.

Donnerstag, 31. Oktober 2013

Erkenntnisse und Pet Peeves des Monats, Oktober-Edition:

Erkenntnisse:

1. Der Sommer macht keinen Spaß, wenn man ihn vor dem Computer verbringt und nur von anderen hört, wie toll die Sonne doch scheint. Ich wünschte, wir würden uns kollektiv dafür entscheiden, dass jedem Menschen mindestens eine Woche Sonnenschein zusteht, Job, Uni, Praktika und anderer langweiliger Scheiß für den CV zum Trotz.

2. Ich werde wohl nie lernen, mein Semester nicht übermäßig mit obligatorischen sowie optionalen Kursen und zusätzlich ner Menge Extramist zuzustopfen.

3. Folgt aus 2: Die grauen Herren sind zwar Arschlöcher, aber gerade beneide ich sie trotzdem. Wenn ich könnte, würde ich mir wohl auch ein bisschen Zeit stibitzen. (Nebenbei: Michael Ende ist genial, egal, in welchem Alter man ihn liest).

Sonntag, 30. Juni 2013

Erkenntnisse und Pet Peeves des Monats, Juni-Edition:

Erkenntnisse:


1. Schreibblockaden sind ansteckend. (Und ich wäre sehr dafür, dass jemand bald eine Impfung entwickelt!)

2. Insomnia ist eine Hure.

Pet Peeves:

1. Ich hasse, hasse, hasse es, wenn Leute zwischen Wort und Satzzeichen ein Leerzeichen setzen! Wie kann jemand auf die Idee kommen , das sei korrekt ? In welchem (professionell herausgegebenen) Buch, in welcher Zeitung oder Zeitschrift ist das denn bitte Gang und Gäbe? Welcher Lehrer, egal ob Deutsch oder Englisch, Geschichte oder Bio oder sonst was, wo man Texte schreiben muss, lässt einem das durchgehen? Himmel, Arsch und Zwirn, sogar im Internet trifft man diese Abscheulichkeit relativ selten an – woher also kommt es, dass manche bei ansonsten fehlerfreien Texten Satzzeichen einen Sicherheitsabstand verpassen müssen?
(Betonung liegt hierbei auf "ansonsten fehlerfrei", wohlgemerkt. Ein Freund von mir leidet an ausgeprägter Legasthenie; der macht das auch, wenn er private E-Mails verschickt (in geschäftlichen, auch bei noch nicht Korrektur gelesenen, lustigerweise nicht) und da rege ich mich auch nicht drüber auf. Im Gegensatz, ich freue mich bei ihm über jedes Satzzeichen, die lässt er nämlich meist partout weg, was bei den Texten, die nicht nur von falsch geschriebenen, sondern auch von falsch verwendeten und gänzlich weggelassenen Wörtern (und auch mal ganzen weggelassenen Satzteilen) das Verständnis nicht gerade erhöht. Aber ich kann verstehen, dass er für eine private E-Mail keine Stunde vorm PC sitzen und danach mit Kopfschmerzen aufstehen will. Und meist erschließt sich mir der Sinn auch spätestens nach dem zweiten Lesen.
… Äh, ja. Leicht vom Thema abgekommen, aber was soll's. Hab ja eh nix Besseres zu tun, solange ich in dieser Vorlesung festsitze. Was mich zum nächsten Punkt bringt:)

2. Professoren mit monotoner Sprechweise, Schlaftablettenstimme und genereller "Ick hab uff den Scheiß mal so jar keen Bock"-Attitüde sollten verdammt noch mal keine Vorlesungen geben dürfen! Ich bin eigentlich ein aufmerksamer, lernwilliger Student (bin ja schließlich an der Uni, weil ich was lernen will. Und ja, das Wort "Streber" ist auch schon gefallen, stört mich aber nicht im Geringsten. Je aufmerksamer ich im Unterricht bin, desto weniger Zeit muss ich zu Hause mit lernen verbringen und desto mehr Zeit habe ich für meine Hobbies, Freunde und Laster. Und ein Abschluss von mindestens 1,3 hat auch noch niemandem geschadet), aber! das hier ist zu viel für mich. Da ist das Meditationsgemurmel buddhistischer Mönche mitreißender, verfluchte Scheiße noch mal! Und das das ganze Semester lang. War wirklich ganz großes Tennis.

Donnerstag, 13. Juni 2013

Wieder und wieder 20:

Sein Schlafzimmer. Wir beide. Ich blieb.


Nein, ich war nicht nervös. Wozu auch? Weshalb sollte ich schon nervös sein? Ich kannte Mischa, Mischa kannte mich – und noch dazu war soweit alles geplant. Ich hatte mit Anitas Hilfe einen schönen Italiener gefunden, dort einen Tisch reserviert, dazu eine Cocktailbar in der Nähe ausfindig gemacht, falls es gut lief und wir danach noch etwas trinken gehen wollten – nein, falsch, neu formuliert: Ich hatte eine Cocktailbar in der Nähe ausfindig gemacht, falls wir nach dem Essen noch etwas trinken gehen wollten. So.
Und ich hatte das Boxtraining trotz Muskelkater in Schultern und Rücken überstanden. Es war nicht unbedingt gut fürs Ego, der Unerfahrenste in einer Anfängergruppe zu sein, aber Ecki hatte gemeint, das würde sich schnell geben. M-hm. Wenigstens bewegte sich der verdammte Sandsack bei den anderen auch kaum einen Zentimeter. In dem Filmen sah man immer, wie der Trainer oder ein Kumpane das Ding halten musste, weil es sonst wegfliegen würde, aber bei mir und den anderen fünfen bestand da absolut keine Gefahr.
Das Beste: Mischa war da gewesen. Er war gegen Ende der Stunde aufgetaucht und hatte auf mich gewartet – vor der Umkleide, diesmal, und ich hatte so schnell geduscht und mich angezogen wie noch nie in meinem Leben. Wir hatten die Zeit bis zu seinem Training zusammen auf dem Sofa vorne bei der Theke des Studios verbracht. Am liebsten hätte ich ihn schon da einfach mit mir gezerrt, denn es war so verdammt schwer, sich zurückzuhalten – und das musste ich, denn für das, was ich am liebsten mit ihm angestellt hätte, war das Studio auch heute zu öffentlich – und das würde das Restaurant nachher leider auch sein. Aber gut Ding wollte ja bekanntlich Weile haben – und manchmal eben auch blaue Kronjuwelen.

Montag, 15. April 2013

Wieder und wieder 19:


Ich boxte. Er schlug daneben. Essen?


„Gut, dann fangen wir jetzt an.“ Ecki stand vor mir und grinste breit und verdammt frech. Ja, wir fingen an. Jetzt. Er mich auch.
Scheiße, ich war wohl wirklich nicht in Form, wenn mich das Aufwärmen schon fast umgehauen hatte. Jetzt konnte ich auch den Karate Kid verstehen – Wax on, wax off sah einfach aus, hatte es aber sicher genauso in sich wie, sagen wir, die Arme kreisen lassen. Ich hatte den Mist echt unterschätzt. Hatte gedacht, es wäre eine Pause, nachdem ich beim Auf-der-Stelle-Laufen schon ein klein wenig aus der Puste gekommen war – aber nur, weil Ecki plötzlich mit solchen Späßen anfangen musste, wie: ‚Knie hoch, bis zur Hüfte!‘ Dann: ‚Knie runter, jetzt treten wir uns erst mal selber in den Arsch! Mit den Fersen, immer schön hoch!‘ Und natürlich wurde auch der Klassiker nicht vergessen: Seilspringen. Das musste ich definitiv noch üben, so oft wie ich mich verheddert hatte. Zum Glück war Mischa noch nicht da, das wäre peinlich geworden.
Nach dem Fast-auf-die-Schnauze-fallen per Springseil hätte ich jedenfalls echt eine Verschnaufpause brauchen können, auch wenn Ecki noch nicht mal merklich schneller atmete. Ich war zwar noch nicht K.O. gewesen, aber von ‚leichtem Aufwärmen‘ konnte meiner Meinung nach nicht die Rede sein. Aber wir hatten ja noch die Schultern und Arme richtig aufwärmen müssen. Und dafür erst mal die Arme kreisen lassen. Die ersten dreißig Sekunden waren easy gewesen. Die zweiten okay. Die dritten unangenehm. Und dann hatte es angefangen wie Hölle zu brennen.
Nach dem Aufwärmen hatte er mir gezeigt, wie ich die Boxbandagen richtig wickeln musste. Und nein, ich konnte mir die Wickelfolge natürlich nicht merken – alles, was ich noch wusste, war: Schlaufe über den Daumen, zweimal ums Handgelenk und dann gefühlte tausend Mal kreuz und quer mit System, irgendwann auch zwischen den Fingern durch, so dass am Ende nur dieser kleine Fleck auf der Handinnenfläche frei blieb. Als ich ihn gefragt hatte, wie man sich die richtige Reihenfolge jemals merken sollte, hatte Ecki gelacht und gesagt: „Keine Angst, wir haben ‘ne Anleitung, dann kannste zu Hause üben.“ Wenigstens etwas.

Freitag, 12. April 2013

Wieder und wieder 18:


Sein Anruf. Anitas wörtliche Interpretation. Hilfe?!



Der erste Januar verlief ruhig, mit hausgemachten Maultaschen, lesen und hartnäckigen Zweifeln. Egal, wie oft ich mir sagte, dass es richtig gewesen war, zu gehen, kam alle fünf Minuten der Gedanke zurück, dass ich hätte bleiben sollen. Dass Mischa heute morgen nicht hätte alleine aufwachen dürfen. Dass ich seinen ausgenüchterten aber verschlafenen Zustand hätte nutzen sollen, um ihn mit der Holzhammermethode davon zu überzeugen, dass Abstand eine wirklich ganz abscheuliche Idee war – und ich musste es ja wissen, immerhin war es ursprünglich meine gewesen!
Ein großer Teil dieser Zweifel kam davon, dass ich schlicht und einfach gerne neben ihm aufgewacht wäre. Und mir kurz, ganz kurz während er noch schlief, eingeredet hätte, dass alles in Ordnung war.
Er wollte nicht mehr in mich verliebt sein, das hatte er gesagt. Verdammt, das war doch ein beschissenes Statement! Das hieß doch gleichzeitig, dass er eben noch verliebt in mich war, und, dass er trotzdem, immer noch, Abstand wollte. Morgen wieder – als heute. So eine Scheiße!
Kämpfen, hatte Opi gesagt. Wenn er es wert war – und daran hatte sich gestern nichts geändert. Wie auch, wenn es mir doch nur bewiesen hatte, dass er auch betrunken und nach Tequila schmeckend nur einen einzigen Kuss brauchte, um mein Hirn auf Sparmodus zu schalten? Also kämpfen. Um ihn. Ich.
Guter Witz.
Wie kämpfte man denn, ohne dem anderen auf die Nerven zu gehen? Wie kämpfte man überhaupt? Anrufen? Mehrmals, bis er nachgab? Blumen schicken? Ihm ‚zufällig‘ über den Weg laufen? Wo war noch mal die Grenze zum Stalking?
Und wie viele Zurückweisungen würde ich wegstecken können? Ich hatte ja die leise Vermutung, dass es nicht allzu viele waren. Mit Hilfe von Anitas Ferse in meinem Hintern vielleicht noch ein oder zwei mehr, aber wenn er sich wirklich entschieden hatte und hartnäckig blieb – oder gar wütend wurde …
Und hier auf meinem Bett zu liegen und mir den Mut auszureden, bevor ich angefangen hatte, das würde mir garantiert nicht helfen! Ich soll…
Mein Handy klingelte und ich warf einen hoffnungsvollen Blick darauf. Vielleicht jemand, der mich auf andere Gedanken bringen – Mischa.